Kurz gesagt
Der Name schmeckt nicht jedem, der Drink aber nach wie vor sehr vielen. Der „Sex on the Beach“ ist sicher kein Meisterwerk der Mixologie und er hat auch keine jahrhundertalte Geschichte vorzuweisen. Seit er Ende der 90er Jahre in Deutschland aufgetaucht ist, hält er sich aber hartnäckig auf den Cocktailkarten – und das nicht nur aufgrund seines Namens. Hier also mal ein paar Hintergründe und Überlegungen, woran das liegen könnte.
Woher kommt der Drink?
Der „Sex on the Beach“ ist angeblich 1987 im Rahmen einer Werbekampagne für einen Peach-Schnaps von einem Barkeeper (Ted Pizio) in Florida erfunden worden.1 Zum alljährlichen „Spring Break“ der amerikanischen Jugend, die sich dann an Floridas Stränden vergnügt, soll die Vertriebsfirma eine Belohnung für den Barkeeper angesetzt haben, der den größten Umsatz mit eben diesem Peach-Schnaps erreicht. Die ursprüngliche Rezeptur beinhaltet angeblich Wodka, Peach, Orangensaft und Grenadine. Die begeisterte Jugend brachte die Rezeptur und den Namen mit nach Hause und sorgt dafür, dass sich der „Sex on the Beach“ schnell verbreitet.
Wie so oft, wenn es um die Geschichte von Cocktails geht, gibt es auch hier wieder Zweifel am Wahrheitsgehalt. So soll das Rezept schon 1982 im „American Bartenders Guide to Drinks“ gestanden haben (leider online nicht verfügbar; in der Ausgabe von 1981 steht er nicht). Außerdem gab es schon zwei Rezepte, deren Kombination einen „Sex on the Beach“ ergibt: den Fuzzy Navel (Peach und Orange) und den Cape Codder (Wodka und Cranberry).2
Warum er sich so hartnäckig hält
Festhalten kann man sicher: Es ist eine amerikanische Rezeptur der 80er Jahre – und wenn man einen Drink kreieren will, in dem Peach Liqueur zur Geltung kommt, ist Wodka als Basis sicher keine schlechte Idee.
Die Version mit Cranberry Juice ist insofern interessant, da es diesen Bestandteil in Deutschland lange nicht zu kaufen gab. Ein Umstand, der die vielen Rezeptabwandlungen erklärt, die mit rotem Sirup oder Saft arbeiten – und außerdem dafür gesorgt hat, dass Cranberry Juice heute bei uns in den Regalen zu finden ist.
Wenn auch nicht den wahrscheinlichen Ursprüngen entsprechend, bevorzugen wir eine Variante mit Cranberry- und Ananassaft, welche ein schönes Bindeglied zwischen herben und süßen Drinks ergibt. Zum Schluss noch ein Tipp für alle Gäste, die ihn bestellen: Für Barkeeper ist es einfach nur ein Drink :-)
Unser Rezept für den Sex on the Beach
- Wodka: 4 cl
- Peach Likör: 2 cl
- Cranberry Juice: 6 cl
- Ananassaft: 6 cl
Alle Zutaten auf Eis gut shaken und in ein großes Becherglas geben.
Cheers,
euer moving bars Team